ORTHOPÄDIE AM RHY
Ihre Hand- und Ellenbogen-Spezialisten

Handchirurgie ist spezialisierte Versorgung

Die Hand ist ein Wunderwerk. Sie ist unser bestes Werkzeug. Sie ist einerseits sehr kräftig, auf der anderen Seite sehr feinfühlig und präzise. Hauptsächlich aufgrund der Fähigkeiten seiner Hände hat sich der Mensch zudem entwickelt, was ihn heute ausmacht.

Erst wenn dieses Werkzeug einmal nicht wie gewohnt funktioniert, fällt uns auf, wie viele einfache und komplexe Bewegungen wir ohne darüber nachzudenken tagtäglich mit unseren Händen ausführen. Die Ansprüche an unsere Hände sind enorm gewachsen. Somit ist es nicht verwunderlich, dass sich die Handchirurgie zu einem eigenständigen Facharztbereich entwickelt hat. Ich darf es mir leisten, mich ausschliesslich um die Funktionseinheit Hand (inkl. Ellbogen) zu kümmern.

Die Hand mit ihrer besonderen anatomischen Beschaffenheit und ihren komplexen Sehnen und Gelenkstrukturen ist eine besondere und reizvolle Herausforderung, der ich mich mit sehr viel Interesse und Leidenschaft stelle. 

Hände und Ellenbogen – unsere Behandlungen in der Übersicht

Das Kahnbein ist einer der acht Handwurzelknochen, welcher bei der Handgelenksbewegung den grössten Bewegungsumfang ausführt. Durch diese sehr gute Beweglichkeit ist der Knochen jedoch weniger gut durchblutet, wodurch er bei einem Bruch eine längere Ausheilzeit benötigt.

Eine typische Situation für einen Bruch ist, wenn man sich bei einem Sturz reflexartig mit der ausgestreckten Hand abfangen möchte. Die Beschwerden halten nur kurzzeitig an, weshalb nicht gleich eine Vorstellung beim Arzt erfolgt. Häufig sind diese Brüche in einer herkömmlichen Röntgenaufnahme schwierig zu erkennen, weshalb eine Schichtaufnahme (Computertomographie) notwendig sein kann.

Je nach Lage des Kahnbeinbruches kann eine konservative Massnahme, wie beispielsweise eine Ruhigstellung durch einen Gips oder ein operatives Vorgehen z.B. durch eine Stabilisierung mit einer Schraube, diskutiert werden. 

Wie bei vielen anderen Gelenken, ist es auch im Bereich des Handgelenkes möglich, eine sogenannte Arthroskopie durchzuführen. Mittels eines beistiftdünnen Röhrchens wird eine kleine Kamera (1.9mm) in das Handgelenk eingeführt. Durch einen weiteren Arbeitszugang können spezielle Instrumente wie Tasthaken, kleine Scheren und andere Instrumente zur Behandlung im Handgelenk eingebracht werden.

Durch diese Methode können die tatsächlich vorherrschenden Bedingungen eingesehen werden, wodurch eine optimale Behandlung minimalinvasiv - das heisst mit dem kleinstmöglichen Aufwand in den Körper eingreifend - möglich ist. Einige Handgelenkveränderungen und/ oder Verletzungen sind mit dieser Technik gut zu behandeln. Aus dem gleichen Grund kann eine Gelenksspiegelung aber auch einer weiterführenden Operation vorangestellt werden und kann eine optimale Planung des operativen Vorgehens unterstützen 

Die distale Radiusfraktur ist der häufigste Bruch am menschlichen Körper. Er befindet sich im Bereich des Handgelenkes. Oft sind Strukturen des Handgelenkes mitbeteiligt.

Je nach Verlauf des Bruches kann der Bruch gegebenenfalls ohne Operation, so genannt konservativ, versorgt werden.

Durch sehr moderne Plattensysteme (Titanplatten und Schrauben) kann, bei einer notwendigen Operation, der Bruch in aller Regel, so genannt übungsstabil, versorgt werden. Dies bedeutet, dass der gebrochene Knochen durch die Platte soweit gefestigt wird, dass die verletzte Region bereits nach wenigen Tagen in der Therapie beübt werden kann. Eine Ruhigstellung und ein Schutz in einer Handgelenkmanschette ist für einige Wochen erforderlich, heilt der Knochen gut ab (Röntgenkontrollen), kann die Belastung häufig nach 4-8 Wochen wieder zur Vollbelastung gesteigert werden.

Durch die sehr gute Beweglichkeit des Knochens ist das Kahnbein leider schlecht durchblutet. Bei nicht Erkennung eines Kahnbeinbruches kommt es sehr häufig dazu, dass der Knochen nicht an einem Stück ausheilt sondern dass sich zwei getrennte Knochenanteile bilden. Häufig sind diese Knochenanteile durch mehr oder weniger festes Bindegewebe verbunden. Medizinisch spricht man von einer Pseudoarthrose (übersetzt: Falschgelenkbildung).

Die Situation einer Pseudarthrose kann zu einem frühzeitigen Verschleiss im Handgelenk führen. Oftmals wird die Pseudarthrose des Kahnbeines zufällig entdeckt, manchmal erst, wenn Folgeabnutzungen im Handgelenk Beschwerden verursachen.

Diese Sanierung einer Pseudoarthrose kann mit verschiedenen Massnahmen durchgeführt werden. Dies sind jeweils Einzelfallentscheidungen und müssen gut mit dem Patienten diskutiert werden.

Da das Kahnbein schlecht durchblutet ist, sind dies oft lang andauernde Behandlungen. 

Wenn der Kleinfinger und der Ringfinger kribbeln, immer wieder einschlafen oder dauerhaft taub sind, wenn die Funktion der Hand insgesamt immer schwächer wird, kann dies auf ein Engpass Problem des ellenseitigen Nervs (Nervus ulnaris) hindeuten.

Neben einem typischen Untersuchungsbefund (Irritation des Nervs auf Höhe des Ellbogens, gegebenenfalls auf Höhe des ellenseitigen Handgelenkes) sind, wie beim Karpaltunnelsyndrom, die neurologischen Untersuchungen wegweisend.

Häufig kann bei einer Problematik auf Höhe des Ellbogens durch eine entsprechende Entlastung und Polsterung geholfen werden. Bei einer schwerwiegenderen Problematik kann auch am Ellbogen ein operatives Vorgehen angeboten werden.

Ich führe hier ein sehr modernes, endoskopisch assistiertes Verfahren durch. Dies erlaubt eine sehr grosse Übersicht und eine Entlastung des Nervs über eine sehr lange Strecke, bei nur sehr geringer Narbe.

Selten ist es notwendig, den Nerv in einer grösseren Operation auf die Beugeseite des Ellbogens zu verlagern. 

Von einem Überbein oder medizinisch Ganglion spricht man, wenn die Gelenkkapsel durch die Gelenkflüssigkeit eine ballonartige Ausstülpung erfährt. An verschiedenen Stellen des Körpers können Überbeine entstehen. Am häufigsten ist dies in der Handchirurgie auf der Streckseite und Speichenseite des Handgelenkes der Fall. Weiterhin auf der Beugeseite und Speichenseite des Handgelenkes.

Typische Symptome eines Ganglions sind belastungsabhängige Schmerzen. Beispielsweise sehr häufig Schmerzen beim Aufstützen auf das gestreckte Handgelenk. Ebenfalls typisch für das Überbein sind Schmerzen, die etwas verzögert zur Belastung auftreten und nach der Belastung noch etwas anhalten. Schmerzen, die nicht auf Schmerzmittel reagieren sondern mit Schonung und Ruhigstellung besser werden.

Solche Beschwerden können vor einer ersichtlichen Schwellung auftreten. Manchmal sind über Beine auch völlig ohne Beschwerden.

Häufig hilft bei der Diagnostik eines noch nicht ersichtlichen Ganglions ein Ultraschall. Diesen führe ich in der Praxis selber durch.

Grundsätzlich ist ein Überbein harmlos, kann jedoch recht deutliche Schmerzen verursachen. Nur bei entsprechend störenden Beschwerden muss über eine Operation diskutiert werden. Grundsätzlich ist es die Entscheidung des Patienten. 

Die ersten drei Finger der Hand kribbeln, morgens erwacht man an eingeschlafenen Händen und gegebenenfalls sogar Schmerzen, bei verschiedenen Haltungen der Hand (Telefonieren, Zeitung lesen, Autofahren) schlafen die Finger ein? Dies deutet auf ein Karpaltunnelsyndrom hin.

Das Karpaltunnelsyndrom ist das häufigste Nervenengpass-Syndrom und die häufigste Operation weltweit. Auch in meiner Sprechstunde ist des Karpaltunnelsyndroms sehr häufig.

Normalerweise wird der Patient zunächst beim Neurologen vorgestellt. Dieser kann messen, ob der Nerv überhaupt eingeengt ist, wenn ja, wie stark dies der Fall ist. Nach dieser Messung wird in aller Regel entschieden, ob eine Operation notwendig ist oder nicht.

Der Karpalkanal ist eine knöcherne Rinne. Das Karpaldach ist ein bindegewebiges Band. Dieses Band wird in der Operation durchtrennt, so dass im Karpaltunnel mehr Platz entsteht. Diese Operation führe ich minimal offen durch. Gegenüber dem endoskopischen Verfahren erlaubt dies, den Nerv während der Operation einzusehen und auf Besonderheiten zu reagieren. 

Hier handelt es sich um eine Entzündung zweier Strecksehnen des Daumens in einer tunnelartigen Struktur über der körperfernen Speiche, dem ersten Strecksehnenfach.

Die konservative Therapie besteht im Tragen einer Handgelenkmanschette mit Daumeneinschluss, damit die Sehnen entlastet werden können. Zusätzlich sollte eine entzündungshemmende Therapie (Ergotherapie) erfolgen. Führt die entzündungshemmende, konservative Therapie nicht zu einer Ausheilung, kann gegebenenfalls mit einer operativen Spaltung des ersten Strecksehnenfaches in einer ambulanten Operation das Problem grundsätzlich behoben werden. 

Beim Schnappfinger oder Springfinger (Tendovaginitis stenosans) handelt es sich um ein Missverhältnis der Beugesehnen und einem Tunnel (so genanntes Ringband), unter dem die Sehnen verlaufen. Meist besteht die Problematik am ersten von fünf Ringbänder. Es können alle Finger beider Hände betroffen sein. Die Problematik äussert sich oft in einem Blockade- oder Schnapp-Phänomen des Fingers. In vielen Fällen kommt es im Verlauf zu zunehmenden Schmerzen und einer zunehmenden Bewegungseinschränkung. Je nach Ausprägung des entzündlichen oder des mechanischen Problems kann mit einer Spritze (Infiltration) mit einem Anteil örtlichen Betäubungsmittels sowie einem Anteil Cortison die Problematik behandelt werden. Liegt hauptsächlich ein mechanisches Problem vor, kann die Problematik grundsätzlich durch die Öffnung des Tunnels (so genannte Ringbandspaltung) gelöst werden. Diese relativ kleine Operation wird als ambulanter Eingriff durchgeführt. 

Ihr Hand- und Ellenbogen-Spezialist in unserer Praxis

Dr. med. Ingo Eisenbarth

Facharzt für Handchirurgie FMH

Schwerpunkte: Hand und Ellbogen



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